9-Euro-Ticket: Alle Infos & Updates

[UPDATE VOM 01. JULI]

Die Auseinandersetzung mit dem VRN geht weiter. Wir halten die einseitige Aussetzung der Wochenend- und Abendregelung für nicht vertretbar und hatten deshalb ein eigentlich positives Gespräch mit dem VRN. Leider erreichten uns zwei schwierige Angebote:

• Beibehaltung der Wochenend- und Abendregelung – allerdings ohne jegliche Rückerstattung, also noch nicht einmal der Grundbeitragsbestandteile in Höhe von 11,40 Euro pro Studierende:r. Oder:
• Wegfall der Regelung und Rückerstattung der Gelder. Also das, was uns schon am 01.06. mehr oder minder ungefragt präsentiert wurde.

→ Den ersten Vorschlag können wir so nicht akzeptieren, da er auch den Grundbeitrag des ausgesetzten Semestertickets beinhaltet. Wir würden also 11,40 Euro pro Studi an den VRN bezahlen, ohne dafür irgendeine Gegenleistung erhalten zu haben.
→ Der zweite Vorschlag beinhaltet immer noch die große Gefahr, dass Studierende ohne gültigen Fahrausweis unterwegs sind, wegen der wir den Dialog mit dem VRN ja eigentlich begonnen haben.

Wir suchen aber immer noch nach einer tragfähigen Lösung und sind mit allen Stellen vom VRN bis zur Landesregierung in Kontakt.

Falls du von der Aussetzung betroffen bist und deswegen eine Strafe zahlen musstest, schreib uns an [verkehrsreferat@stura.uni-heidelberg.de]. Wir lassen dich auch hier nicht im Stich.


[UPDATE VOM 21. JUNI]

Neue StuRa-Sitzung, neues Update des Verkehrsreferats: Es tut sich – auch weiterhin – was. Die Abstimmung mit dem VRN und den anderen involvierten Parteien ist zwar unverändert zäh, doch der Wegfall der Abend-/Wochenendregelung scheint (ab sofort, und auch rückwirkend) nun doch abgewendet worden zu sein. Und hoffentlich geht sogar noch mehr. Sobald ein hieb- und stichfestes Verhandlungsergebnis vorliegt, werden wir es natürlich umgehend vermelden. Lange kann (und sollte) es nicht mehr dauern. Wir bleiben dran.

[UPDATE VOM 15. JUNI]

Noch in dieser Woche findet ein weiteres Gespräch mit dem VRN statt, das in der gestrigen Sitzung der RefKonf gemeinsam vorbereitet wurde. Sobald es konkrete Ergebnisse gibt, werden wir sie natürlich vermelden. Zudem hatte sich in die Zusammenstellung des Verkehrsreferats eine missverständliche Angabe eingeschlichen, sodass diese Darstellung korrigiert wurde. Das Thema Neun-Euro-Ticket kam nämlich erst Ende März zur Sprache (und nicht schon Ende Januar, wo es zwar auch um etwaige Rückerstattungsfragen ging, jedoch lediglich in Bezug auf die mögliche Einführung eines 365-Euro-Tickets).

[UPDATE VOM 08. JUNI]

In der gestrigen Sitzung des StuRa wurden auch die Causa Neun-Euro-Ticket und die weitere Vorgehensweise besprochen. Zudem finden sich in dieser Zusammenstellung des Verkehrsreferats aufschlussreiche Hintergrundinformationen.


[UPDATE VOM 31. MAI]

Am 20. & 29. Mai (siehe unten) hatten wir schon über einige Auswirkungen des 9-Euro-Tickets auf uns Studierende informiert. Die letzte Frage, die noch offen war: Wie sieht es mit der Abend- und Wochenendregelung aus? Auch dazu gibt es nun (endlich) gesicherte Informationen:

(a) Für Juni, Juli und August – also ab dem morgigen Mittwoch – wird die Abend- und Wochenendregelung ausgesetzt. Ihr könnt also nicht mehr nur mittels eures Studierendenausweises den ÖPNV im VRN-Gebiet nutzen. Dazu braucht ihr entweder ein Semesterticket – oder eben ein 9-Euro-Ticket, das sich somit auch für semesterticketlose Studierende lohnen dürfte.

Wir haben bis zuletzt versucht, noch einen salomonischen Mittelweg zu finden, müssen spätestens jetzt aber davon ausgehen, dass dieser nicht zustande kommen wird. Damit blieben nur noch zwei Optionen: entweder dem Vorstoß des VRN nachgeben, wie es auch andere Studierendenschaften getan haben (u.a. an der Uni Mannheim) – oder gegen den Strom schwimmen, auf dem geltenden Vertrag bestehen, den Konflikt suchen und zugleich die finanzielle Gelegenheit ausschlagen, die sich durch die Einführung des 9-Euro-Tickets ergibt. Und das alles, obwohl der Vorschlag des VRN wohl den Interessen der meisten Studierenden entspricht. Denn:

(b) Aufgrund der Aussetzung erhält die Verfasste Studierendenschaft für diese drei Monate den VRN-Semesterbeitrag zurück, also insgesamt 17,65 Euro pro Person.

Wie wir aus Gesprächen mit der Universitätsverwaltung bereits wissen, ist eine individuelle Rücküberweisung – was das Einfachste und Fairste wäre – leider nicht möglich. Das ist übrigens nicht nur an der Universität Heidelberg der Fall, wie wir wiederum aus der Kommunikation mit rund 90 Studierendenvertretungen aus ganz Deutschland wissen, sondern nahezu überall so. Der StuRa wird ab seiner nächsten Sitzung am Dienstag versuchen, die bestmögliche Alternative dazu zu finden. Unter anderem wird geprüft werden, inwiefern eine automatische Reduzierung des Semesterbeitrags zum Wintersemester 2022/23 möglich sein wird, damit das Geld wieder dezentral an die Studierenden zurückfließt.

(c) Zu guter Letzt: Wir wissen, dass diese Lösung nicht alle zufriedenstellen wird und auch die Kommunikation nicht optimal verlief.

Leider sind wir in der Causa 9-Euro-Ticket jedoch von Entscheidungen und Prozessen abhängig, in denen die Perspektive der Studierenden (mal wieder) völlig ausgeblendet wurde, und können nur das vermelden, was bereits verlässlich und multilateral abgeklärt wurde. In diesem Sinne hoffen wir, dass die Unannehmlichkeiten möglichst gering ausfallen, dass auf allen Seiten Nachsicht herrscht – und unterm Strich doch alle vom 9-Euro-Ticket profitieren, so chaotisch und mühsam es auch anlief.


[UPDATE VOM 29. MAI]

Da gegenwärtig viele Informationen zum 9-Euro-Ticket im Umlauf sind, von denen nicht alle auf die Situation an der Universität Heidelberg zutreffen, hier noch einmal ein kurzes Zwischenupdate:

(a) Hier an der Uni Heidelberg ist es NICHT der Fall, dass euer Studierendenausweis automatisch auch als 9-Euro-Ticket gilt.

Das ist an Hochschulen anders, wo jede:r Studierende mit dem Begleichen des Semesterbeitrags zwangsweise auch ein Semesterticket erwirbt (z.B. an der Uni Frankfurt). Bei uns ist das bekanntlich nicht der Fall. Hier könnt ihr abwägen, ob diese Anschaffung für euch Sinn ergibt oder nicht.

(b) Habt ihr ein Semesterticket gekauft, solltet ihr KEIN 9-Euro-Ticket lösen.

Euer VRN-Semesterticket wird bundesweit als 9-Euro-Ticket anerkannt, ohne dass ihr noch irgendetwas tun müsst. Zudem erhaltet ihr eine Rückzahlung in Höhe von 63 Euro, um für die Monate Juni, Juli und August die anteilige Differenz zwischen Semester- und 9-Euro-Ticket (also jeweils 21 Euro) auszugleichen.

(c) Ob die Abend- und Wochenendregelung auch in den nächsten drei Monaten gilt, steht aktuell leider noch nicht fest. Ebenso wenig, inwiefern eine individuelle Rückerstattung von bereits gezahlten Semesterbeitragsanteilen erfolgen wird.

Euer Semesterbeitrag erhält einen Anteil von 35,30 Euro, der an den VRN fließt. Dieser besteht aus zwei Komponenten: einem Solidarbeitrag in Höhe von 22,80 Euro, damit das Semesterticket für alle einigermaßen bezahlbar bleibt, sowie einem Anteil in Höhe von 12,50 Euro, damit alle – auch ohne Semesterticket – werktags nach 19 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen ganztägig den Nahverkehr im gesamten VRN-Verbundgebiet (außer Westpfalz) nutzen können.

Der VRN möchte diesen Vertrag für die nächsten drei Monate aussetzen und der Verfassten Studierendenschaft den entsprechenden Anteil zurücküberweisen. Klingt erst einmal prima und logisch, wirft jedoch zwei Folgeprobleme auf: einerseits die Frage, inwiefern eine individuelle Rückerstattung überhaupt administrativ darstellbar bzw. finanziell sinnvoll ist; andererseits das Risiko, dass nicht alle Studierende die Info über die Aussetzung der Abend-/Wochend-/Feiertagsregelung erreicht, sie deshalb unfreiwillig Schwarzfahren – und zur Strafe 60 Euro berappen müssen.

Was diesen letzten Punkt angeht, sind wir gerade noch in Gesprächen mit dem VRN. Uns ist prinzipiell daran gelegen, dass es nicht zu diesem Wegfall der Abend-/Wochenend-/Feiertagsregelung kommt, wie sie z.B. an der Uni Landau erfolgen wird. Inwiefern das möglich sein wird und was das in finanzieller Hinsicht bedeutet, wird hoffentlich noch vor dem 01.06. feststehen (und dann natürlich umgehend auf unserer Website und unseren sozialen Kanälen vermeldet werden).


[UPDATE VOM 20. MAI]

Gute Neuigkeiten: Trotz verbliebener Bauchschmerzen in Sachen Ausfinanzierung haben auch die Länder heute u.a. der Einführung des 9-Euro-Tickets zugestimmt. In den Monaten Juni, Juli und August ist es dadurch möglich, für jeweils nur neun Euro pro Monat bundesweit den gesamten Nah- und Regionalverkehr zu nutzen. #Sylt

Für alle Studierende, die bereits ein Semesterticket gekauft haben, besonders erfreulich: Für diese drei Monate wird es eine anteilige Rückerstattung geben – wenn auch wohl erst in ein paar Monaten, wenn euer Ticket seine Gültigkeit verliert, wie es auf [rnv-online.de] aktuell heißt. Genauere Details, u.a. auch für die analog vollzogenen Ticketkäufe, dürften zeitnah noch folgen.

(Bedeutet übrigens auch: Wenn ihr schon ein Semesterticket habt, solltet ihr kein 9-Euro-Ticket lösen. Das Semesterticket wird einfach so als bundesweit gültiger Fahrschein anerkannt.)

PS: Wie es mit der Rückerstattung der mit dem Semesterbeitrag gezahlten Grundbeiträge für die Abend-/Wochenendregelung aussieht, steht derzeit noch nicht fest, da sich hier eine Menge an Fragen und Folgeproblemen ergeben. Sobald eine Lösung gefunden wurde, werden wir sie selbstverständlich auf unseren sozialen Kanälen kommunizieren.